Gemeindebrief

Ein Beitrag aus dem Gemeindebrief Mai – Juni 2018

 

 „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“   Hebräer 11, 1

Während eines Spaziergangs sagte mein Begleiter auf einmal: „Wissen sie übrigens, dass es unter uns bis zu einem Kilometer Tiefe hohl ist?“ Nein, natürlich wusste ich das nicht. Mir gefiel der wunderschöne Wanderweg, vorbei an einem uralten Baumbestand und satt grünen Wiesen. Kein einziges Merkmal deutete darauf hin, dass unter uns nichts sein könnte. Wir gingen also über ein ehemaliges Bergbaugebiet und verließen uns darauf, dass der Boden uns trägt. Ein schönes Bild für den Glauben. Wir werden getragen. Um es richtig einzuordnen, müssen wir das Wort Glaube eingrenzen. Es stammt ursprünglich von dem altdeutschen Wort „geloben“. Das trifft es genau. Ich gelobe Jesus Christus, ihm bedingungslos zu folgen und mein Leben auf seine Zusagen aufzubauen. Dabei gehört mein Vertrauen ihm allein.

So wie der Spazierweg uns getragen hat und wir nicht in die Tiefe gestürzt sind, trägt Jesus uns durch die sehr unterschiedlichen Wegstrecken unseres Lebens. Glaube bedeutet von ihm hergesehen: „Ich bin bei dir!“ Und das uneingeschränkt. Nicht bloß in den angenehmen Zeiten, sondern auch dann, wenn alles über uns zusammenbricht. Wir müssen nicht einmal spüren, dass Er da ist.

Manche Christen empfinden es als problematisch, dass sie Jesus nicht sehen können. Dann wäre Vertrauen doch viel einfacher. Deshalb die Aufforderung „Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Ich entgegne gerne: „Haben denn damals mehr Menschen an Jesus geglaubt, als er sichtbar unter ihnen lebte?“ Die Anzahl seiner Gegner war größer.

Übrigens ist Jesus ja nicht unsichtbar. Er ist für uns zurzeit noch nicht sichtbar, wird es in der Zukunft jedoch sein. Wir dürfen bereits seine Lebendigkeit erleben. Wir brauchen uns nur vertrauensvoll an ihn zu wenden.

Glaube als feste Zuversicht, als tragende Beziehung, als bleibender Zufluchtsort. Damit dürfen wir unerschütterlich leben. Und wenn dann doch einmal Zweifel in uns wuchern, dann sagen wir es unserem Herrn einfach. Er selbst kennt Anfechtungen und die Aufregung, die damit verbunden ist.

Als wir damals den Spaziergang über das ehemalige Bergbaugebiet beendet hatten, fragte ich meinen Begleiter: „Und? Haben wir es jetzt hinter uns?“ Er schaute mich grinsend an und antwortete: „Keine Ahnung!“ Dabei zuckte er mit den Schultern. Wer von uns beiden hatte wohl mehr Zuversicht?

„Ich bin bei dir“ bedeutet Glaube. Daran dürfen wir festhalten, auch wenn der Boden unter uns tatsächlich einmal wanken sollte.

Eine gesegnete Zeit wünscht Pastor Christoph Maas    

 

 

 

   

 

Fröhlicher Mai

Maienzeit, die bringt uns wieder reges Leben, frohe Lieder,

dass die Herzen freudig schwingen und dem Schöpfer Ehre bringen.       

Lieblich blühn die blauen Veilchen und vergnügen für ein Weilchen

Bienen, die melodisch summen, Hummeln, die den Basston brummen.

Schmetterling spannt seine Flügel, Blumen öffnen Tor und Riegel,

geben duftend zart und weise ihre süße Blumenspeise.                                        

Nützlich ist der Maienregen und gewiss ein großer Segen,

und ein schöner Maienmorgen scheucht die Nacht mit ihren Sorgen.

Tauben gurren und erzählen, wie das Leben sei zu wählen:

Friedeschaffend mit den Gaben, wie wir sie empfangen haben.

Neben Flieder und Holunder steht der Schneeball wie ein Wunder.

Fröhlich triumphiert von Neuem Gottes Blühen uns im Maien.    

Abendrot im Monat Maien will zu Lob und Dank erfreuen,

dass wir mit vertrauten Weisen Gott für seine Wunder preisen.